Interview mit der IHK Mainfranken

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Im Impulsinterview öffnet Konrad Stromeyer die Augen in Punkto Unternehmensgewinn.

 

 

„Unternehmen verzichten auf bis zu 25 % Gewinn“


Konrad Stromeyer erklärt warum viele Unternehmer den falschen Denkansatz haben und erläutert seinen Ansatz für nachhaltigen Unternehmenserfolg.

 

Redaktion: Die Gewinnerzielung sollte Hauptmotiv jeder unternehmerischen Tätigkeit sein. Stimmen Sie hier zu und/oder welche Ziele haben in der Praxis noch Priorität?


Konrad Stromeyer: Die Gewinnerzielung ist in der Tat Hauptmotiv jeder unternehmerischen Tätigkeit. Das sehen die meisten Unternehmen auch so und ordnen dem vieles unter. Man darf aber nicht vergessen, dass auch Ziele wie Macht und Prestige in der Praxis häufig anzutreffen sind.


Redaktion: Wie schneiden denn die deutschen Unternehmen und besonders der Mittelstand Ihrer Einschätzung nach beim Gewinn ab? 


Konrad Stromeyer: Hier sprechen Sie ein sensibles Problem an. Eine MSG Studie besagt, dass über 60 % der deutschen Mittelständler weniger als 5 % Gewinnmarge erwirtschaften. Im internationalen Vergleich belegen deutsche Unternehmen schon seit Jahren einen der letzten Plätze. Man kann davon ausgehen, dass die Unternehmen auf bis zu 25 % Gewinn verzichten.


Redaktion: Was sind die Ursachen dafür?


Konrad Stromeyer: Aus meinen Erfahrungen sind vier Gewinnfaktoren entscheidend, die zum Teil weder erkannt, noch professionell angegangen werden. Zum einen die Identität, die für eine unverwechselbare Alleinstellung sorgt. Zum anderen klare Wachstumsstrategien, ein professionelles Preismanagement und ein gut strukturierter Vertrieb. Die Abstimmung dieser vier Faktoren ist für nachhaltige Gewinnsteigerungen entscheidend.


Redaktion: Das klingt ehrlich gesagt ziemlich komplex. Welchem Faktor kommt denn entscheidende Bedeutung zu?


Konrad Stromeyer: Gewinnfaktor Nr. 1 ist ganz klar der Preis. Doch genau hier begehen viele Unternehmen einen entscheidenden Denkfehler, auf den ich gleich kommen werde.

Zum besseren Verständnis möchte ich Ihnen zunächst aber gerne die Errechnung des Gewinns verdeutlichen:

(Menge x Preis) = Umsatz (-Kosten) = Gewinn.

Sie haben also folgende Optionen, Einfluss auf den Gewinn zu nehmen. Zur ganz kurzfristigen und schnellen Gewinnerhöhung können Sie die Kosten senken. Allerdings ist diesbezüglich irgendwann eine Schmerzgrenze erreicht, wo es an die Unternehmenssubstanz geht und schädlich wird.

Die anderen Optionen sind entweder die Menge oder den Preis zu erhöhen. Und hier liegt der Denkfehler  vieler Unternehmen. Sie erhöhen stetig die Menge und halten an festgefahrenen Preisen fest.


Redaktion: Ist es etwa nicht richtig auf eine Steigerung der Absatzmenge zu setzen? Schließlich ergeben sich dadurch i.d.R. niedrigere Stückkosten und Bezugspreise!?


Konrad Stromeyer: Sie haben vollkommen Recht. Haben Sie aber gewusst, dass Sie z.B. bei einer Preissenkung um 20 % sage und schreibe 100 % mehr absetzen müssten, um denselben Gewinn zu erzielen? Bei einer Preiserhöhung um 20 % aber nur ca. 30 % weniger absetzen und unter dem Strich denselben Gewinn erzielen?


Redaktion: Das heißt also, dass dem Preis eine entscheidende Rolle zukommt. Können Sie darauf näher eingehen?


Konrad Stromeyer: Gerne. Der Gewinnhebel Preis ist dadurch gekennzeichnet, dass Sie Änderungen diesbezüglich sehr schnell vornehmen können, ohne vorherige Investitionen vornehmen zu müssen. Allerdings haben Preisänderungen weitreichende und oft nur schwer korrigierbare Folgen. Die Konkurrenz erfährt davon in Kürze und kann ebenfalls kurzfristig darauf reagieren. Aber auch Kunden vermitteln Sie dadurch klare Signale. So lässt sich ein einmal gesenkter Preis nicht ohne Nebenwirkungen erhöhen und birgt außerdem die Gefahr, einen Preiskampf anzustoßen.


Redaktion: Was raten Sie Ihren Kunden in Punkto Preis?


Konrad Stromeyer: Preise sollten stets im gesamtunternehmerischen Zusammenhang betrachtet werden. So bringt es z.B. wenig, die Preise für neue Produkte hoch anzusetzen, wenn die Unternehmensidentität nicht zu diesem Anspruch passt. Wir raten unseren Kunden, sich ganz grundsätzlich nicht auf Preiskämpfe einzulassen bzw. aus solchen herauszukommen. Um höhere Preise erfolgreich am Markt positionieren zu können, verfolgen wir mit den „Stromeyer Profit Strategies“ wie oben schon ausgeführt, ein eigenes 4 säuliges Gewinnmodell.


Redaktion: Wir finden Ihren Ansatz sehr spannend und plausibel. Wie kamen Sie eigentlich zur Unternehmensberatung?


Konrad Stromeyer: Um das nachvollziehbar auszuführen, möchte ich eine kurze Zeitreise mit Ihnen gehen. Meine Urgroßmutter Lilly Freiherrin von Michel-Raulino stammte aus einer der größten Tabakdynastien in Deutschland und führte die Flugzeugwerke Augsburg mit Ihrem zweiten Mann Willy Messerschmitt zum Weltkonzern. Sie sehen also, dass in unserer Familie eine lange unternehmerische Tradition liegt. Meine Mutter gründete und führte 25 Jahre lang die Zeiler Ballett-Gymnastik-Tanzschule. Nach meinem Betriebswirtschaftsstudium übernahm ich dort die kaufmännische Leitung und war schon sehr bald mit dem Erfolgsfaktor Gewinn vertraut. Dieses Thema faszinierte mit so sehr, dass ich aus dieser Tätigkeit heraus 2009 meine eigene Beraterpraxis gründete.


Redaktion: Beschreiben Sie doch kurz die Entwicklung Ihres Unternehmens.


Konrad Stromeyer: Zu Beginn begleiteten wir vor allem Wachstumsprojekte. Die zunehmende Priorität des Online-Marketings führte schließlich dazu, dass wir 2011 Konrad Stromeyer Marketing Service gründeten, um den Full-Service Anspruch zu unterstreichen. Dabei dreht sich alles um gezielte Neukundengewinnung und vor allem im Internet.


Redaktion: Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?


Konrad Stromeyer: Wir werden 2013 unser eigens Marketingzentrum in nordbayerischen Eltmann beziehen. Dort stehen neben klassischen Büroräumen, Konferenz- und Seminarräume zur Verfügung.


Redaktion: Sie expandieren also mit Ihrer Beraterpraxis. Wie sieht Ihr Klientel aus und welche Kunden wollen Sie ansprechen?


Konrad Stromeyer: Wie in der Vergangenheit auch, begleiten wir mit unserer Expertise branchenübergreifend Unternehmen, die Ihren Gewinn steigern möchten. Ganz gleich ob Existenzgründer, Freiberufler, Handwerker, Dienstleister, Mittelständler oder Großunternehmen.


Redaktion: Wir werden Ihren Weg weiter begleiten und bedanken uns, dass Sie Zeit für uns gefunden haben.


Konrad Stromeyer: Sehr gerne und bis bald in unserem Marketingzentrum.


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