
25.03.2010
In den letzten Jahrzenten haben so genannte Non-Profit-Organisationen stetig zugenommen. Sie sind fester Bestandteil in unserer pluralistischen Gesellschaft. Unter Non-Profit-Organisationen fallen vor allem Organisationen aus den Bereichen Umweltschutz, Entwicklungshilfe, karitativer Sektor, Bildungsbereich, Gesundheitswesen und Politik. Im Gegensatz zu profitorientierten Wirtschaftsunternehmen, handelt es sich dabei um nicht primär gewinnorientierte Organisationen. Non-Profit-Organisationen verfolgen das sogenannte Gratifikationsprinzip (im Sinne der Allgemeinheit).
Aufgrund zahlreicher Entwicklungen, wie Zunahme sozialer Probleme, Demographiewandel, Globalisierung, Ressourcenverkappung, Klimawandel und zunehmenden Wettbewerb unter gleichgesinnten Organisationen, sind einerseits Non-Profit-Oragnisationen entstanden, andererseits auch größtenteils zu Veränderungen gezwungen und sehen sich damit völlig neuen Herausforderungen konfrontiert.
Welche Entwicklungen zwingen Non-Profit-Organisationen zu Veränderungen?
Zunächst ist festzustellen, dass, wie angesprochen, der Wettbewerb unter den Organisationen zunimmt. Dies führt unter anderem dazu, dass Sponsoren- und Spendengelder abnehmen. Hinzu kommt, dass der Staat aufgrund seiner eignen misslichen Lage Förderungen kürzt. Und bei vielen NPO´s machen Förderungen einen Hauptteil der Einnahmen aus. Weiterhin sind viele Spender und Mitglieder nicht mehr bereit Beiträge zu leisten oder Ihre Lebenssituation lässt es nicht mehr zu. Hier können die Kirchen angeführt werden, die stetig rückgängige Mitgliederzahlen haben. Hintergrund ist die zunehmende Einkommensunsicherheit in der Bevölkerung und der für viele nicht mehr im Verhältnis stehende Gegenwert derartiger Organisationen. Außerdem sind die Strukturen in vielen Non-Profit-Oraganisationen verkrustet und starr. Veränderungen werden meist skeptisch gesehen und der gesellschaftliche Einfluss vieler Non-Profit-Organisationen nimmt, aufgrund der oben genannten Entwicklungen, ab. Es fehlt oft an einer klaren Identität, mit der sich die Mitglieder identifizieren können. In vielen Fällen fühlen sie sich nicht persönlich berücksichtigt und einbezogen.
Wie können Non-Profi-Organisationen auf diese Entwicklungen antworten?
1. Betroffene Organisationen sollten zunächst Ihre Ist-Situation (Gegenwart) abklären
2. Anschließend sollten Ziele gesetzt werden.
Fiktive Beispiele für typische quantitative Zielsetzungen bei NPO´s wären:
3. Um diese Ziele zu erreichen, müssen die Instrumente der Angebotspolitik des Marketing- Mix festgelegt werden.
Kommunikationspolitische Ebene
Fundraising-Instrumente:
Der persönliche Kontakt verspricht in der Regel den größten Erfolg und ist den anderen Fundraising-Instrumenten vorzuziehen.
Das zusätzliche Erscheinen eines regelmäßigen Journals oder einer Zeitschrift der Organisation, trägt dazu bei, die Corporate Identitiy nach außen zu transportieren und - kommunizieren (PR, Öffentlichkeitsarbeit).
Mit diesem Vorgehen und den zuletzt genannten operativen Maßnahmen, kann die langfristige Existenzsicherung einer Non-Profit-Organisation sichergestellt - und die Wettbewerber auf Distanz gehalten werden.
Ihr
Konrad Stromeyer